Der
Werkstoff Holz übt auf mich die gleiche Faszination aus wie Bäume und
deren Wälder. Es ist ein wunderbares Material, ich liebe es damit
umzugehen. Ich wollte sogar einmal Schreinerin werden. In der
Zwischenzeit sind etliche Jahre verstrichen und ich habe jetzt
beschlossen wieder damit zu arbeiten, zu Hause ein bisschen zu
schreinern als Hobby.
Ohne
Werkbank ist das ganz schön schwierig. Bisher habe ich immer
Getränkekisten als Unterlage genommen, wenn ich Holz gesägt habe. Oder
die Zweige eines schönen Astes habe ich im Stehen abgesägt. Auch ein
„bisschen“ gefährlich, gebe ich zu.
In
Baumärkten bekommt man ja zum Glück Bretter zugeschnitten wie man
möchte. Die Holzpflöcke für den Verbißschutz meiner Bäumchen habe ich
mir immer zusägen lassen und musste zu Hause nur noch den Maschendraht
hintackern.
Bei
mir bewegt sich gerade eine ganze Menge und ich hab wieder viel Energie
und Ideen, Ideen, Ideen. In meinem Energieschub habe ich sogar
angefangen zu Hause aufzuräumen und auszumisten. Und das freiwillig!
Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass in meinen Schrank noch ein Brett
reinpasst. Gedacht getan. Ausgemessen, zum Baumarkt gefahren, schönes
Buchenbrett (Leimholz) gefunden, zusägen lassen. Noch vier Stifte zum
Auflegen mitgenommen (gab’s natürlich nur im 8er Pack – einzeln bekommt
man ja nix mehr) und los. Passt wunderbar und sieht gut aus. Ich bin
zufrieden. Wirklich geschreinert habe ich nicht, aber es hat sich ein
bisschen so angefühlt.